HAUPT – feiert die Eröffnung des neuen Dokumentationszentrums in Borna

Präzise Klimatechnik und moderne Gebäudeautomation schaffen optimale Bedingungen für über 10.000 laufende Meter Archivgut – 17,7 Millionen Euro Gesamtinvestition in den sächsischen Strukturwandel.
Borna / Leipzig, September 2026 – Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit feierte die HAUPT Ingenieurgesellschaft für technische Gebäudeausrüstung mbH, ein Unternehmen der CONSILIUM Ingenieurgruppe, gemeinsam mit dem Landkreis Leipzig, Vertreterinnen und Vertretern der sächsischen Landespolitik sowie den zukünftigen Nutzern die offizielle Eröffnung des neuen Dokumentationszentrums für Regional- und Wirtschaftsgeschichte in der Lobstädter Straße 36a in Borna.
Mit dem symbolischen Schnitt des Eröffnungsbandes öffnet ein moderner Archiv- und Bildungscampus seine Türen, der in dieser Bündelung deutschlandweit Maßstäbe setzt. Das Ingenieurbüro HAUPT zeichnete bei diesem zukunftsweisenden Großprojekt für die Planung und Bauüberwachung der technischen Gewerke KG 410 (Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen), KG 420 (Wärmeversorgungsanlagen), KG 430 (Raumlufttechnische Anlagen) sowie KG 480 (Gebäudeautomation) verantwortlich.
Die Redebeiträge: Ein Meilenstein für die Region und den Strukturwandel
Im Rahmen des feierlichen Festakts hoben die Rednerinnen und Redner die enorme baukulturelle, geschichtliche und technologische Tragweite des Neubaus hervor:
- Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) unterstrich die identitätsstiftende Kraft des Hauses für die Region:„Geschichte ist kein verstaubtes Relikt, sondern das Fundament unseres Zusammenhalts. Gerade hier im Landkreis Leipzig und im Mitteldeutschen Revier haben die Menschen enorme Umbrüche und Transformationen gemeistert. Das Dokumentationszentrum bewahrt die Zeugnisse dieses Wandels, der industriellen Errungenschaften und der persönlichen Lebenswege. Es ist ein offener Ort des Dialogs zwischen den Generationen: Wer versteht, woher er kommt, kann die Zukunft mit Zuversicht und Mut gestalten.“
- Landrat Henry Graichen (Landkreis Leipzig) würdigte den Neubau als Investition in die Identität und das kulturelle Erbe des Landkreises:„Mit dem Dokumentationszentrum schaffen wir ein modernes, sicheres und offenes Zuhause für das historische Gedächtnis unserer Region. Ich danke allen beteiligten Fachplanern, Ingenieuren und Bauunternehmen für ihren engagierten Einsatz. Dem Haus wünsche ich viele neugierige Besucher und den Mitarbeitenden eine inspirierende Wirkungsstätte.“
- Regina Kraushaar (Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung) unterstrich die Verknüpfung von Tradition, Erinnerungskultur und Transformation im Mitteldeutschen Revier:„Es gibt ohne Herkunft keine Zukunft. Zur Identität einer Region gehört, was hier bewahrt wird – es erzählt von den Menschen, Unternehmen und Orten, die Mitteldeutschland geprägt haben. Das Dokumentationszentrum ist ein greifbares Zeichen gelingenden Strukturwandels, gefördert aus Mitteln, die die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat stärken.“
- Ines Lüpfert (2. Beigeordnete des Landkreises Leipzig) stellte den baufachlichen und konservatorischen Fortschritt heraus:„Das Dokumentationszentrum bietet ideale Bedingungen für die Archivierung unterschiedlichster Archiv- und Sammlungsbestände. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sorgen exakt geregelte, klimatisierte Magazine sowie zeitgemäße Sicherheitstechnik für die dauerhafte Lagerung wertvoller Unikate. Entstanden ist ein Ort, an dem Quellen langfristig gesichert, erforscht und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.“
Baukosten und Förderkulisse
Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Neubau des Dokumentationszentrums beläuft sich auf rund 17,7 Millionen Euro (geplant: ca. 17.683.955 Euro). Das Großprojekt wurde mit rund 95 Prozent gefördert – maßgeblich kofinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts sowie Programmen zur Strukturstärkung im Braunkohlerevier.
Maßgeschneiderte Gebäudetechnik (TGA): Schutz für unwiederbringliche Schätze
Die konservatorischen Anforderungen an moderne Archivbauten gehören zur Königsdisziplin der Technischen Gebäudeausrüstung. HAUPT konzipierte und realisierte die technischen Kernsysteme:
- KG 410 – Sanitärtechnik: Hochgradig abgesicherte Leitungsführungen mit speziellen Leckageüberwachungs- und Havariesystemen, um jeglichen Wassereintritt in die sensiblen Magazinflächen strukturell auszuschließen.
- KG 420 – Wärmeversorgungsanlagen: Anschluss an das Fernwärmenetz in Kombination mit einer hocheffizienten Wärmeübergabe und Flächenheizsystemen für eine gleichmäßige, zugfreie Temperierung.
- KG 430 – Raumlufttechnische Anlagen: Herzstück der Magazinbereiche sind redundante Präzisionsklimaanlagen mit mehrstufiger Luftfiltration (Schutz vor Feinstaub, Schadgasen und Sporen) sowie exakter Be- und Entfeuchtung zur kontinuierlichen Einhaltung der strengen DIN- und Archivstandards.
- KG 480 – Gebäudeautomation (MSR): Eine durchgängige, digitale Gebäudeleittechnik überwacht und steuert alle HLK-Komponenten in Echtzeit. Intelligente Regelalgorithmen minimieren den Energieverbrauch im Zusammenspiel mit der hauseigenen Photovoltaikanlage und schlagen bei kleinsten Parameterabweichungen sofort Alarm.
Die zukünftige Nutzung: Drei starke Institutionen auf einem lebendigen Bildungscampus
Das Dokumentationszentrum vereint erstmals drei bedeutende Institutionen unter einem gemeinsamen Dach und fungiert zugleich als offener Bildungsort:
- Das Kreisarchiv und die Registratur des Landkreises Leipzig:Verwahrt auf rund 10.000 laufenden Metern Regalfläche Bestände ab dem Jahr 1866: historische Bauakten, Geburts-, Heirats- und Sterberegister, Meldekarteien, Ratsunterlagen sowie wertvolle Zeugnisse über die durch den Braunkohleabbau devastierten Dörfer des Reviers.
- Das Sächsische Wirtschaftsarchiv e. V. (SWA):Als zentrales Wirtschaftsarchiv Sachsens sichert und erschließt der Verein Unterlagen bedeutender Traditionsunternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk – von historischen Bilanzen über Wertpapiere bis hin zu Konstruktionszeichnungen mitteldeutscher Industriegeschichte.
- Der Förderverein Dokumentationszentrum IndustrieKulturlandschaft Mitteldeutschland e. V. (DOKMitt):Fokussiert auf die Erforschung, Dokumentation und multimediale Vermittlung des mitteldeutschen Braunkohlereviers, der Bergbaugeschichte und der ingenieurtechnischen Transformation.
Ein Treffpunkt für Bürger, Wissenschaft und Bildung:
Neben den gesicherten Magazinen bietet das Gebäude helle, barrierefreie Benutzerbereiche, Lesesäle für Ahnen- und Heimatforscher sowie moderne Veranstaltungs- und Seminarräume. Im direkten Schulterschluss mit der benachbarten Volkshochschule des Landkreises bildet der Neubau einen Bildungs- und Forschungscampus für Bürgerdialog, Fachtagungen, Schülerworkshops und wechselnde Ausstellungen.
Über die HAUPT Ingenieurgesellschaft für technische Gebäudeausrüstung mbH
Die HAUPT Ingenieurgesellschaft für technische Gebäudeausrüstung mbH steht für innovative, wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen im Bereich der Gebäudetechnik. Als ein Unternehmen der CONSILIUM Ingenieurgruppe vereint sie technisches Know-how mit ganzheitlicher Projektkompetenz – von der ersten Konzeptidee bis zur professionellen Realisierung komplexer Bauvorhaben im öffentlichen und privaten Sektor. Seit 1998 fest mit Leipzig verwurzelt und in ganz Deutschland Zuhause.
Autor
Neueste Beiträge
-
HAUPT – Meilenstein am Campus Südost: 1. Bauabschnitt im Haus 200 der Stadtwerke Leipzig steht kurz vor der Fertigstellung -
TAP – begrüßt neuen dualen Studenten: Studienstart an der Dualen Hochschule Sachsen feierlich begangen -
HAUPT – Doppelter Grund zur Freude in Delitzsch: Spatenstich für neue Sporthalle und 50 Jahre Artur-Becker-Oberschule -
HAUPT – feiert die Eröffnung des neuen Dokumentationszentrums in Borna -
Zukunftsfähige Gebäudetechnik für Halle-Neustadt: HAUPT plant moderne TGA zur Wiedereröffnung der Grundschule Otfried Preußler -
HAUPT – Gymnasium LEO in Dresden pünktlich zum 17. August 2026 in Betrieb genommen -
HAUPT übergibt neues Polizeipräsidium Borna: 23-Millionen-Euro-Projekt nach drei Jahren Bauzeit feierlich eröffnet -
TAP – Feierliche Versenkung der Zeitkapsel: Neubauprojekt der Cultus GmbH für seniorengerechtes Wohnen schreitet zügig voran